Wilhelm Slavata von Chlum und Koschumberg
tschechischer Adeliger und Politiker, Eigentümer der Herrschaft Teltsch; * 1. Dezember. 1572, Čestín bei Kuttenberg, + 19. Jänner 1652, Wien (oder laut anderen Quellen Neuhaus)
Er war ein Nachkomme einer Familie, die sich zu den „Böhmischen Brüdern“ bekannte. Durch den Einfluss der jesuitischen Schulen und seiner „zweiten Mutter“ Katharina von Montfort (Ehefrau von Adam II. von Neuhaus, deren Tochter Lucie Otilie er heiratete) konvertierte er zum Römischkatholischen Glauben. Er bekleidete bedeutende öffentliche Funktionen. Wegen seiner Abneigung zur Majestät Kaiser Rudolf II. wurde er 1618 als prager Statthalter zu einem der Opfer der Prager Defenestration. Nach dem Abheilen seiner Verletzungen emigrierte er nach Passau, wohin er auch einen nicht unbedeutenden Teil des Mobiliars und der Ausstattung der Schlösser in Neuhaus und Teltsch mitnahm. Nach der Niederlage des Ständeaufstands in Böhmen kehrte er 1622 zurück, hatte die Möglichkeit günstigen Kaufs konfiszierter Höfe nicht genutzt. Er kaufte nur die konfiszierte ursprüngliche Herrschaft seiner Familie Koschumberg zurück. 1627 arbeitete er aktiv an der Ratifizierung der neuen Verfassung mit. Für seine Dienste wurde er in den Grafen-Stand erhoben und erreichte für sich und seine Nachkommen die höchste Auszeichnung des Kaisers, bei der Versammlung direkt hinter den Fürsten zu sitzen.
Der Stadt Teltsch sicherte er 1650 die Erneuerung aller Stadtprivilegien und die Verleihung eines neuen Wappens und Siegels.
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Er war ein Nachkomme einer Familie, die sich zu den „Böhmischen Brüdern“ bekannte. Durch den Einfluss der jesuitischen Schulen und seiner „zweiten Mutter“ Katharina von Montfort (Ehefrau von Adam II. von Neuhaus, deren Tochter Lucie Otilie er heiratete) konvertierte er zum Römischkatholischen Glauben. Er bekleidete bedeutende öffentliche Funktionen. Wegen seiner Abneigung zur Majestät Kaiser Rudolf II. wurde er 1618 als prager Statthalter zu einem der Opfer der Prager Defenestration. Nach dem Abheilen seiner Verletzungen emigrierte er nach Passau, wohin er auch einen nicht unbedeutenden Teil des Mobiliars und der Ausstattung der Schlösser in Neuhaus und Teltsch mitnahm. Nach der Niederlage des Ständeaufstands in Böhmen kehrte er 1622 zurück, hatte die Möglichkeit günstigen Kaufs konfiszierter Höfe nicht genutzt. Er kaufte nur die konfiszierte ursprüngliche Herrschaft seiner Familie Koschumberg zurück. 1627 arbeitete er aktiv an der Ratifizierung der neuen Verfassung mit. Für seine Dienste wurde er in den Grafen-Stand erhoben und erreichte für sich und seine Nachkommen die höchste Auszeichnung des Kaisers, bei der Versammlung direkt hinter den Fürsten zu sitzen.
Der Stadt Teltsch sicherte er 1650 die Erneuerung aller Stadtprivilegien und die Verleihung eines neuen Wappens und Siegels.
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)










