Leopold Podstatzky-Liechtenstein
Geboren am 13. August 1763; gestorben am 1. Oktober 1813, in Teltsch; Eigentümer der Herrschaft Teltsch
Die Teltscher Herrschaft übernahm er 1796. Er war k. u. k. Kammerer und bekam den Dienstgrad des Majors. Diesen Rang erhielt er vom Kaiser Franz I., für die Hilfe, die er dem Staat im Kampf gegen Napoleon erwies (1800 war er Oberleutnant der Mährisch-Schlesischen Legion der Freiwilligen und kämpfte in Aspern. Er versprach Napoleon höchstpersönlich im besetzten Wien für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.).
Er war Anhänger des Josephinismus. Er unterstützte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der ganzen Herrschaft und verstand dabei die Bedeutung sozialer Einrichtungen. Er errichtete die Stiftung für erwachsene unversorgte Waisenmädchen (1809), womit er die frühere Stiftung der Franziska Slavata ergänzte. Zugleich kümmerte er sich um die sogenannte Weiterführende Schule für seine Beamte und Angestellte (1810 wurde eine Schulordnung mit Nennung der Unterrichtsfächer herausgegeben: Wirtschaft, Feldvermessung, Anatomie der Haustiere, Still, Juristische Lehrsätze usw.). Er bemühte sich auch um die Errichtung der „Sonntagsschule für erwachsene Bürger und Bauern“. Als er 1813 verstarb, bauten ihm die Beamten der Herrschaft ein Denkmal im Schlossgarten, das seine Beliebtheit bei den Teltschern und anderen Bewohnern der Herrschaft ausdrücken sollte.
(Beringer, Janoušek: Die Stadt und die Herrschaft Teltsch (Město a panství Telč), Teltsch 1891, Seite 32; Tiray: Mährische Heimatkunde, Teltscher Bezirk (Vlastivěda moravská, Telecký okres), Brünn 1913, Seiten 117–120; Heimatkundliche Sammlung des Hochlands VI. (Vlastivědný sborník Vysočiny, VI.), Iglau 1988, E. Melmuková: Historische Aufgabe der Stadt Teltsch im Prozess der nationalen Wiedergeburt (Historická úloha Telče v procesu národního obrození), Seiten 42–43) (em)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Die Teltscher Herrschaft übernahm er 1796. Er war k. u. k. Kammerer und bekam den Dienstgrad des Majors. Diesen Rang erhielt er vom Kaiser Franz I., für die Hilfe, die er dem Staat im Kampf gegen Napoleon erwies (1800 war er Oberleutnant der Mährisch-Schlesischen Legion der Freiwilligen und kämpfte in Aspern. Er versprach Napoleon höchstpersönlich im besetzten Wien für Sicherheit und Ordnung zu sorgen.).
Er war Anhänger des Josephinismus. Er unterstützte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der ganzen Herrschaft und verstand dabei die Bedeutung sozialer Einrichtungen. Er errichtete die Stiftung für erwachsene unversorgte Waisenmädchen (1809), womit er die frühere Stiftung der Franziska Slavata ergänzte. Zugleich kümmerte er sich um die sogenannte Weiterführende Schule für seine Beamte und Angestellte (1810 wurde eine Schulordnung mit Nennung der Unterrichtsfächer herausgegeben: Wirtschaft, Feldvermessung, Anatomie der Haustiere, Still, Juristische Lehrsätze usw.). Er bemühte sich auch um die Errichtung der „Sonntagsschule für erwachsene Bürger und Bauern“. Als er 1813 verstarb, bauten ihm die Beamten der Herrschaft ein Denkmal im Schlossgarten, das seine Beliebtheit bei den Teltschern und anderen Bewohnern der Herrschaft ausdrücken sollte.
(Beringer, Janoušek: Die Stadt und die Herrschaft Teltsch (Město a panství Telč), Teltsch 1891, Seite 32; Tiray: Mährische Heimatkunde, Teltscher Bezirk (Vlastivěda moravská, Telecký okres), Brünn 1913, Seiten 117–120; Heimatkundliche Sammlung des Hochlands VI. (Vlastivědný sborník Vysočiny, VI.), Iglau 1988, E. Melmuková: Historische Aufgabe der Stadt Teltsch im Prozess der nationalen Wiedergeburt (Historická úloha Telče v procesu národního obrození), Seiten 42–43) (em)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)
, UPRAVIL:
Jana Nováková (19.11.2012)










