Kriegsgräber, Mahnmale
Gedenktafeln für die Opfer des 1. WeltkriegsPlatzierung: Vorraum der Pfarrkirche St. Jakob (ursprünglich das Hauptschiff der Kirche)
Zwei Platten mit den Maßen 163 x 229 cm aus kleinen Porzelanplatten (30 x 30 cm) stellte
1922 die teltscher Volksmalschule her. Auf den Platten sind Namen der 85 Männer aus Teltsch
und weiteren Orten der römischkatholischen Pfarrgemeinde Teltsch, die bei Einsätzen
im 1. Weltkrieg oder an deren Folgen verstarben. Beide Platten sind mit einem für die Volksmalschule typischen Ornamentdekor-Streifen umrahmt. Angeführt sind alle Gefallenen und Verstorbenen ohne Rücksicht auf religiöse Bekenntnisse. Es handelt sich um ein - in seiner künstlerischen Gestaltung in diesem Bereich - einmaliges Kunstwerk. Die teltscher Platten dienten als Muster für weitere Platten, die die Volksmalschule Teltsch für mehrere Städte in Nordböhmen (Bilin, Lobositz), die während der Okkupation in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts zerstört wurden, produzierte. Ein weiteres erhaltenes Exemplar gleichartiger Platten ist nicht bekannt. Die Platten wurden durch Sammlungen, die in den Jahren 1918-1922 Dekan Simeon Zapletal organisierte, angeschafft (siehe Pfarranzeiger 1918-1922).

Mahnmal „Den gefallenen Söhnen der Stadt Teltsch“
Platzierung: Heldenplatz (nám. Hrdinů, Podolí)
Der Steinquader aus Teilen des Torsos des ersten Monoliths aus Mrakotin (Mrákotín) wurde ursprünglich 1938 als Mahnmal für die Opfer des 1. Weltkriegs enthüllt. Nach dem Jahr 1945 erinnert man sich hier auch an die Opfer des 2. Weltkriegs. Das Mahnmal schmückt ein Bronze-Relief des Akademischen Bildhauers Jaroslav Krepčík. Die Initiative für den Bau des Mahnmals 1938 und seine Erneuerung 1945 ging von der Stadt Teltsch aus.
Grab der Opfer der revolutionären Ereignisse am 9. Mai 1945 in KrahulčíUrnenplatz der Opfer, die in Konzentrationslagern hingerichtet wurden.
Platzierung: St. Anna-Friedhof, Podolí
Das Grab und zugleich Mahnmal für die 5 Männer aus Teltsch, die am 9. Mai 1945
bei einer Begegnung mit einer Einheit der Deutschen Wehrmacht am Rückzug zusammentrafen und fielen. Ein Teil der Pietäts-Stelle ist auch ein Raum in dem die nach dem Krieg ausfindig gemachten Urnen mit der Asche von vier Teltschern, die 1944 im Konzentrationslager Brandenburg hingerichtet wurden, ausgestellt sind. Die Pietäts-Stelle wurde in den Jahren 1945 und 1946 von der Stadt Teltsch und den Hinterbliebenen der gefallenen Bürger errichtet.
Platte der Eisenbahner,die während des 2. Weltkriegs in Konzentrationslagern starben
Platzierung: Bahnhofsgebäude in Teltsch, Bahnsteig-Seite
Eine einfache Platte mit Namen der 5 Eisenbahner aus Teltsch, die in Konzentrationslagern ums Leben kamen, ist in das Mauerwerk des Bahnhofs eingesetzt.
Die Platte wurde auf Initiative der Arbeiter der Bahnstation Teltsch im Jahr 1945 angeschafft.
Mahnmal „Rote Armee-Soldaten“Platzierung: Kreuzung der Straßen Masarykova, Staňkova, Slavíčkova (beim Sokol-Vereinshaus)
Eine Granit-Pyramide ist an der Kreuzung angebracht, wo am 9. Mai 1945 16 Angehörige der Roten Armee beerdigt wurden, die in den letzten Tagen des Krieges fielen. Die meisten von ihnen gehörten zur Panzereinheit des Oberst
V. A. Paničkin, die am 9. Mai Jamnitz, Datschitz und Teltsch befreite. Im Jänner 1946 wurden die Körper exhumiert und am Soldatenfriedhof in Iglau beerdigt. Das Mahnmal wurde 1961 auf Initiative der örtlichen Organisation der Antifaschismus-Kämpfer in Teltsch errichtet.
Das Mahnmal der Widerstandsbewegung „Petrolej – benzin“Platzierung: Třebíčská Straße, bei der Bahntrasse
Das Mahnmal erinnert an die sieben hingerichteten Mitglieder der Widerstandsgruppe „Petrolej – benzin“, die in den Jahren 1942 und 1943 in Teltsch wirkte und unter anderem den Fallschirmspringern der Operationen Out Distance und Bivouac half. Das Mahnmal steht an der Stelle, wo die Tankstelle stand, bei der sich die Mitglieder der Gruppe trafen. Das Mahnmal wurde 1980 auf Initiative der örtlichen Organisation der Antifaschismus-Kämpfer in Teltsch errichtet.
Platzierung: Kreuzgang der Pfarrkirche St. Jakob
An den Gedenktafeln, die an der Wand befestigt sind, stehen die Namen der 143 Bürger
aus Teltsch, die während des 2. Weltkriegs in Konzentrationslagern, als Mitwirkende von Kriegsoperationen und in den Revolutions-Tagen im Mai 1945 ums Leben kamen.
Ein Bestandteil der Platten ist eine Plastik aus Keramik.
Autoren sind Prof. Václav Šerák, Bohumil Chalupníček, Radka Folprechtová.
Die Platten wurden 1994 von der Stadt Teltsch durch Hilfe freiwilliger Spenden angeschafft.
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Jana Nováková (13.10.2012)
, UPRAVIL:
Jana Nováková (07.01.2021)










