František Vladimír Foit
*2. November 1900, Tabor; † 31. August 1971, Cilli (Slowenien); akademischer Bildhauer, Reisender
Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im Steinmetzbetrieb seines Vaters Ferdinand in Doupí, in dem Granit aus der Umgebung und aus Schweden verarbeitet wurde. Nach dem Beenden der teltscher Realschule studierte er an der Bildhauer- und Steinmetz-Schule in Hořice, danach bei Prof. Wrba in Dresden und bei Prof. Bourdell in Paris, wo seine Werke auch ausgestellt wurden. Aus dieser Zeit stammen seine Werke Mulattische Tänzerin, Das Denkmal der Humanität, Vergangene Zeiten, Italienischer Boxer. Sein Studium beendete er bei Prof. Štursa in Prag.
1931 unternahm er mit Dr. Jiří Baum seine erste Reise nach Afrika, die er im Buch „Mit dem Auto quer durch Afrika“ (Autem napříč Afrikou) beschrieb. In den 30er Jahren schuf er eine Reihe Porträts tschechischer Persönlichkeiten, für Iglau (Jihlava) ein Jan Hus-Denkmal, welches heute in Hlinsko steht.
1947 unternahm er mit seiner Frau Irena seine zweite Afrika-Reise. Das Ziel war das Porträtieren der Afrikaner für das Hrdlička-Museum und das Sammeln etnografischen Materials für das Náprstek-Museum in Prag. Die Probleme, mit denen sie im damaligen Belgisch-Kongo (Demokratische Republik Kongo) konfrontiert wurden und die politische Wende, zu der es in der damaligen Tschechoslowakei kam (Februar 1948), führten dazu, dass das Ehepaar bis 1971 in Afrika blieb.
In Nairobi arbeitete F.V.Foit als Professor am Kenyata College. Er wurde somit zum Lehrer einiger junger afrikanischer Künstler. In dieser Zeit schuf er Porträts mehrerer afrikanischer Staatsmänner. Er ist auch der Autor einer monumentalen Fontaine „Wissensdurst“ (Žízeň po vědění), die vor der Universität in Nairobi platziert ist.
In der Heimat wurde in der Zwischenzeit das Familienunternehmen verstaatlicht, Foits Rückkehr war unerwünscht. Sein Atelier in Doupí, wo sich einige Werke und Sammlungen von seiner ersten Reise befanden, wurde liquidiert.
Aus seiner zweiten Reise schickte er einige Porträts von Afrikanern und ca. 1.500 ethnografischer Gegenstände in die Heimat. Ein Teil seiner Sendungen kam allerdings nie in der Tschechoslowakei an. Einige Gegenstände wurden unterwegs beschädigt, oder ihr Schicksal ist unbekannt. Trotz dieser Tatsachen haben das Hrdlička-Museum des Menschen der Karls-Universität in Prag eine einmalige Kollektion anthropologischer Afrika-Typen, das Náprstek-Museum mehr als 900 ethnografischer Gegenstände unter ihrer Obhut. Die Zweigstelle des Hochland-Museums in Teltsch verwaltet eine Ethnografie-Kollektion aus Foits Nachlass und einen Teil seiner bildhauerischen Werke aus den 30er und 40er Jahren.
1971 fuhren die Eheleute Foit ins damalige Jugoslawien, wo Foit bei einem Autounfall ums Leben kam. Im slowenischen Velenje entstand danach ein seinem Werk gewidmetes Museum.
(Erinnerungen von Frau Irena Foit und Familienarchiv; Reisebericht von F.V.Foit „Mit dem Auto quer durch Afrika“ (Autem napříč Afrikou)) (fb,hb)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im Steinmetzbetrieb seines Vaters Ferdinand in Doupí, in dem Granit aus der Umgebung und aus Schweden verarbeitet wurde. Nach dem Beenden der teltscher Realschule studierte er an der Bildhauer- und Steinmetz-Schule in Hořice, danach bei Prof. Wrba in Dresden und bei Prof. Bourdell in Paris, wo seine Werke auch ausgestellt wurden. Aus dieser Zeit stammen seine Werke Mulattische Tänzerin, Das Denkmal der Humanität, Vergangene Zeiten, Italienischer Boxer. Sein Studium beendete er bei Prof. Štursa in Prag.
1931 unternahm er mit Dr. Jiří Baum seine erste Reise nach Afrika, die er im Buch „Mit dem Auto quer durch Afrika“ (Autem napříč Afrikou) beschrieb. In den 30er Jahren schuf er eine Reihe Porträts tschechischer Persönlichkeiten, für Iglau (Jihlava) ein Jan Hus-Denkmal, welches heute in Hlinsko steht.
1947 unternahm er mit seiner Frau Irena seine zweite Afrika-Reise. Das Ziel war das Porträtieren der Afrikaner für das Hrdlička-Museum und das Sammeln etnografischen Materials für das Náprstek-Museum in Prag. Die Probleme, mit denen sie im damaligen Belgisch-Kongo (Demokratische Republik Kongo) konfrontiert wurden und die politische Wende, zu der es in der damaligen Tschechoslowakei kam (Februar 1948), führten dazu, dass das Ehepaar bis 1971 in Afrika blieb.
In Nairobi arbeitete F.V.Foit als Professor am Kenyata College. Er wurde somit zum Lehrer einiger junger afrikanischer Künstler. In dieser Zeit schuf er Porträts mehrerer afrikanischer Staatsmänner. Er ist auch der Autor einer monumentalen Fontaine „Wissensdurst“ (Žízeň po vědění), die vor der Universität in Nairobi platziert ist.
In der Heimat wurde in der Zwischenzeit das Familienunternehmen verstaatlicht, Foits Rückkehr war unerwünscht. Sein Atelier in Doupí, wo sich einige Werke und Sammlungen von seiner ersten Reise befanden, wurde liquidiert.
Aus seiner zweiten Reise schickte er einige Porträts von Afrikanern und ca. 1.500 ethnografischer Gegenstände in die Heimat. Ein Teil seiner Sendungen kam allerdings nie in der Tschechoslowakei an. Einige Gegenstände wurden unterwegs beschädigt, oder ihr Schicksal ist unbekannt. Trotz dieser Tatsachen haben das Hrdlička-Museum des Menschen der Karls-Universität in Prag eine einmalige Kollektion anthropologischer Afrika-Typen, das Náprstek-Museum mehr als 900 ethnografischer Gegenstände unter ihrer Obhut. Die Zweigstelle des Hochland-Museums in Teltsch verwaltet eine Ethnografie-Kollektion aus Foits Nachlass und einen Teil seiner bildhauerischen Werke aus den 30er und 40er Jahren.
1971 fuhren die Eheleute Foit ins damalige Jugoslawien, wo Foit bei einem Autounfall ums Leben kam. Im slowenischen Velenje entstand danach ein seinem Werk gewidmetes Museum.
(Erinnerungen von Frau Irena Foit und Familienarchiv; Reisebericht von F.V.Foit „Mit dem Auto quer durch Afrika“ (Autem napříč Afrikou)) (fb,hb)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)










