Josef Florián
9. Februar 1 873, Hladov, Bezirk Iglau (Jihlava); 29. Dezember 1941, Stará Říše, Bezirk Iglau (Jihlava); Verleger, Herausgeber und Übersetzer, katholischer Denker
Josef Florián kam in der Familie eines ländlichen Zimmermanns zur Welt. Nach dem Abitur auf der Teltscher Realschule (1892) und einer kurzen Wirkungsphase an der Volksschule in Kostelní Myslová hat er Technik an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag studiert. Kurz darauf arbeitete er als Mittelschullehrer in Náchod. Unter dem Einfluss der Schriften des radikalen französischen Denkers Léon Bloy kehrte er dem Lehrerdasein den Rücken zu und ließ sich in Stará Říše nieder. Seine Übersetzungen der Schriften Bloys und anderer Autoren ließ er im eigenen Verlag drucken. In einigen aufeinanderfolgenden Editionsreihen, namentlich Sudium, Nova et Vetera und Archy, gab er Essays und Abhandlungen heraus. Der Belletristik war die Editionsreihe Dobré dílo (Gutes Werk) gewidmet, die ihn schließlich berühmt machte. Sein Verlag wurde als außergewöhnlich bezeichnet. In der Zeit zwischen 1904 und dem Ende des 2. Weltkriegs umfasste diese Reihe 300 Buchtitel und Bildbände. Die Bedeutung der Edition Dobré dílo überschritt die regionalen und selbst die staatlichen Grenzen. Zu seinen Freunden zählte auch eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten wie z.B. Jakub Deml, Otokar Březina, Bohuslav Reynek, Jaroslav Durych.
(Quellen: Josef Florián a Francie, Institut Francais de Prague, 1998; Listy jihozápadní Moravy č. 4 1993) (hb)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Josef Florián kam in der Familie eines ländlichen Zimmermanns zur Welt. Nach dem Abitur auf der Teltscher Realschule (1892) und einer kurzen Wirkungsphase an der Volksschule in Kostelní Myslová hat er Technik an der Philosophischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag studiert. Kurz darauf arbeitete er als Mittelschullehrer in Náchod. Unter dem Einfluss der Schriften des radikalen französischen Denkers Léon Bloy kehrte er dem Lehrerdasein den Rücken zu und ließ sich in Stará Říše nieder. Seine Übersetzungen der Schriften Bloys und anderer Autoren ließ er im eigenen Verlag drucken. In einigen aufeinanderfolgenden Editionsreihen, namentlich Sudium, Nova et Vetera und Archy, gab er Essays und Abhandlungen heraus. Der Belletristik war die Editionsreihe Dobré dílo (Gutes Werk) gewidmet, die ihn schließlich berühmt machte. Sein Verlag wurde als außergewöhnlich bezeichnet. In der Zeit zwischen 1904 und dem Ende des 2. Weltkriegs umfasste diese Reihe 300 Buchtitel und Bildbände. Die Bedeutung der Edition Dobré dílo überschritt die regionalen und selbst die staatlichen Grenzen. Zu seinen Freunden zählte auch eine Reihe bedeutender Persönlichkeiten wie z.B. Jakub Deml, Otokar Březina, Bohuslav Reynek, Jaroslav Durych.
(Quellen: Josef Florián a Francie, Institut Francais de Prague, 1998; Listy jihozápadní Moravy č. 4 1993) (hb)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)










