Bohumila Doleželová
Geboren am 12. November 1922, Proßnitz (Prostějov); verstorben am 30. Dezember 1993, Teltsch; akademische Malerin
B. Doleželová absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Prag bei Prof. F. Pukl. Danach arbeitete sie 4 Jahre als seine Assistentin. Sie war eine erfolgreiche Grafikerin, wechselte später allerdings zur Malerei, in der sie ihre Lebensphilosophie zum Ausdruck bringen konnte.
In dieser Zeit verließ sie Prag. Sie zog mit ihrem Mann J. Mareš erst in eine verlassene Ziegelbrennerei bei Klein Iglau (Jihlávka), später in ein Dorfhäuschen in Klatowetz. Erst nachdem 1967 ein mexikanischer Geschäftsmann die gesamte Kollektion ihrer Bilder in der Hochland-Galerie in Iglau (Jihlava) kaufte, kauften sie sich ein Haus in Teltsch, in dem sie den Rest ihres Lebens verbrachten.
Ihr Werk war durch byzantinische Ikonen und durch die orientalische Kunst inspiriert. Auch Pablo Neruda, einige mexikanische Maler und der spanische Dichter Federico García Lorca beeinflussten ihr künstlerisches Schaffen.
Die Quelle des natürlichen, sauberen und einfachen Lebens fand sie bei den „Zigeunern“. Daher wurde sie auch „Zigeunermalerin“ genannt. Sie schuf einen 600 Bilder umfassenden Zyklus mit dieser Thematik. Sie wurde zu einer weltbekannten Malerin – ihre Bilder findet man nicht nur in Mexiko sondern auch beispielsweise in den USA, Paris, Tel Aviv. In das Unterbewusstsein der tschechischen Öffentlichkeit drang sie mit den Illustrationen zu Zigeuner-Märchen (1960).
Ihre bekannteste Freske findet man in der iglauer Apotheke am Masaryk-Platz, weitere Werke befinden sich in der Hochland-Galerie, im Hotel Gustav Mahler, in Prag befindet sich in der ehemaligen Weinstube Beograd ein Fresko über vier Wände und das Bild des Dorf-Kirtags findet man im prager Kaufhaus Ecke Wenzelsplatz und Jindřišská ulice.
Die Einsamkeit nach dem Tod naher Menschen brachte sie zum Christentum und zu biblischen Motiven, womit ihre Bilder ein neues geistliches und philosophisches Ausmaß bekamen. Einen Zyklus mit 450 Bildern hinterließ sie dem Dominikaner-Kloster in Iglau, wo am 9. November 1995 eine Dauerausstellung ihrer und der Werke ihres Mannes J. Mareš eröffnet wurde.
(Katalog der Dauerausstellung im Dominikaner-Kloster in Iglau aus dem Jahr 1995; Magazin „Zuzana“ Nr. 4, von 1994; Iglauer Blatt (Jihlavské listy), 14.1.1994, J. Sedlák: Die Malerin der großen Augen (Malířka velkých očí.)) (zk)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
B. Doleželová absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Prag bei Prof. F. Pukl. Danach arbeitete sie 4 Jahre als seine Assistentin. Sie war eine erfolgreiche Grafikerin, wechselte später allerdings zur Malerei, in der sie ihre Lebensphilosophie zum Ausdruck bringen konnte.
In dieser Zeit verließ sie Prag. Sie zog mit ihrem Mann J. Mareš erst in eine verlassene Ziegelbrennerei bei Klein Iglau (Jihlávka), später in ein Dorfhäuschen in Klatowetz. Erst nachdem 1967 ein mexikanischer Geschäftsmann die gesamte Kollektion ihrer Bilder in der Hochland-Galerie in Iglau (Jihlava) kaufte, kauften sie sich ein Haus in Teltsch, in dem sie den Rest ihres Lebens verbrachten.
Ihr Werk war durch byzantinische Ikonen und durch die orientalische Kunst inspiriert. Auch Pablo Neruda, einige mexikanische Maler und der spanische Dichter Federico García Lorca beeinflussten ihr künstlerisches Schaffen.
Die Quelle des natürlichen, sauberen und einfachen Lebens fand sie bei den „Zigeunern“. Daher wurde sie auch „Zigeunermalerin“ genannt. Sie schuf einen 600 Bilder umfassenden Zyklus mit dieser Thematik. Sie wurde zu einer weltbekannten Malerin – ihre Bilder findet man nicht nur in Mexiko sondern auch beispielsweise in den USA, Paris, Tel Aviv. In das Unterbewusstsein der tschechischen Öffentlichkeit drang sie mit den Illustrationen zu Zigeuner-Märchen (1960).
Ihre bekannteste Freske findet man in der iglauer Apotheke am Masaryk-Platz, weitere Werke befinden sich in der Hochland-Galerie, im Hotel Gustav Mahler, in Prag befindet sich in der ehemaligen Weinstube Beograd ein Fresko über vier Wände und das Bild des Dorf-Kirtags findet man im prager Kaufhaus Ecke Wenzelsplatz und Jindřišská ulice.
Die Einsamkeit nach dem Tod naher Menschen brachte sie zum Christentum und zu biblischen Motiven, womit ihre Bilder ein neues geistliches und philosophisches Ausmaß bekamen. Einen Zyklus mit 450 Bildern hinterließ sie dem Dominikaner-Kloster in Iglau, wo am 9. November 1995 eine Dauerausstellung ihrer und der Werke ihres Mannes J. Mareš eröffnet wurde.
(Katalog der Dauerausstellung im Dominikaner-Kloster in Iglau aus dem Jahr 1995; Magazin „Zuzana“ Nr. 4, von 1994; Iglauer Blatt (Jihlavské listy), 14.1.1994, J. Sedlák: Die Malerin der großen Augen (Malířka velkých očí.)) (zk)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)










