František Kožík
* 16. Mai 1909, Ungarisch Brod; † 5. April 1997, Prag; Dichter, Schriftsteller
Seine Kindheit verbrachte er in Ungarisch Brod und zu einem großen Teil auch bei seinem Großvater – dem Bezirksrichter in Teltsch. Er begann am Realgymnasium in Ungarisch Brod zu studieren (1919–1925), maturierte in Brünn (1927). Danach studierte er an der juristischen Fakultät (Doktorat 1931), parallel dazu besuchte er das Konservatorium, wo er Dramaturgie studierte (Abschluss ebenfalls 1931). Für die weiteren zwei Jahre studierte er an der philosophischen Fakultät. In dieser Zeit war er schon Richteranwärter, bald jedoch hat seine künstlerische Begabung sein juristisches Interesse verdrängt. Bis 1941 arbeitete er beim Tschechoslowakischen Radio in Brünn, wo er unterschiedlichen Tätigkeiten nachging (Reporter, Drehbuchautor usw.), in den Jahren 1941-51 war er Drehbuchautor beim Tschechoslowakischen Radio in Prag. In den folgenden Jahren arbeitete er als Schriftsteller und Leiter der Estradenagentur in Prag, danach als Drehbuchautor beim Tschechoslowakischen Film in Prag. Sein lyrisches, prosaisches und dramaturgisches Werk ist sehr umfangreich. In den dreißiger Jahren veröffentlichte er mehrere Gedichtbänder (Trnitá souhvězdí, Na břehu noci, Cesta k lidem usw.). In seinen späteren Bändern zeigt er seine Verbindung zum Leben und feiert die Schönheit der Natur.
Es ist schwer zu sagen, ob sein Schwerpunkt die Prosa oder das Drama war. Seine größten Erfolge feierte er mit seinen biographischen Romanen (Největší z Pierotů – die Hauptfigur ist ein französischer Mime tschechischen Ursprungs Jean-Baptiste Gaspard Deburau, Básník neumírá (über den portugiesischen Klassiker Luís de Camões), Josef Mánes, Fanfára pro krále, um nur die bekanntesten Werke zu nennen), aber auch Biographien (Rytíř smutné postavy (über Cervantes), J. A. Komenský usw.). Zahlreich sind auch seine Erzählungen für Erwachsene aber auch für Kinder. Oft begegnet man hier dem Thema Sport (z.B. Emil Zátopek, erste Skifahrer, Fahrradrennen u.Ä.). Kindern sind auch Gedichtbände und Erzählungen aus dem Schulmilieu gewidmet. Aus seiner dramaturgischen Tätigkeit sind einige Hörspiele, Filmdrehbücher, Libretti für Opern und Operetten und vor allem Theaterstücke für Jugendliche und Erwachsene bekannt.
Sein Buch Město šťastných lásek (Die Stadt der glücklichen Lieben) entstand im Schwimmbad in Luhacovice (http://www.luhacovice.cz).
Seine innige Beziehung zu Teltsch, die sich durch seine Familie ergab und sich in seiner lyrischen, prosaischen und dramaturgischen Arbeit zeigt, dürfen wir natürlich nicht übersehen. Er machte Teltsch und Umgebung zum Mittelpunkt mancher seiner Erzählungen (für Kinder „Vlajka vítězů“, „Prstýnek z vlasů“), Gedichtbände („Město vzpomínek“), Feuilletons und Radioreihen, aber auch Stadtführer, Texte zu Fotos und Gedichte, die später als Lieder vertont wurden. Seine bekannteste Erzählung „Jezerní růže“ (Seerose) erzählt die Geschichte vom Kennenlernen und der Liebe seiner Eltern in Teltsch. Auch seine historische Skizze und romantische Komödie „Město šťastných lásek“, die er dem teltscher Amateurtheater widmete, welches dieses Stück 1962 erstmals einstudierte und mehrmals im Schloss vorführte, darf nicht unerwähnt bleiben.
(Chronik des Amateurtheaters in Teltsch (Kronika ochotnického divadla v Telči – Eheleute Kouba); Vlček J.: František Kožík und seine literarischen Beziehungen zu Teltsch (František Kožík a jeho literární vztahy k Telči – Diplomarbeit 1966); persönliche Erinnerungen)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Seine Kindheit verbrachte er in Ungarisch Brod und zu einem großen Teil auch bei seinem Großvater – dem Bezirksrichter in Teltsch. Er begann am Realgymnasium in Ungarisch Brod zu studieren (1919–1925), maturierte in Brünn (1927). Danach studierte er an der juristischen Fakultät (Doktorat 1931), parallel dazu besuchte er das Konservatorium, wo er Dramaturgie studierte (Abschluss ebenfalls 1931). Für die weiteren zwei Jahre studierte er an der philosophischen Fakultät. In dieser Zeit war er schon Richteranwärter, bald jedoch hat seine künstlerische Begabung sein juristisches Interesse verdrängt. Bis 1941 arbeitete er beim Tschechoslowakischen Radio in Brünn, wo er unterschiedlichen Tätigkeiten nachging (Reporter, Drehbuchautor usw.), in den Jahren 1941-51 war er Drehbuchautor beim Tschechoslowakischen Radio in Prag. In den folgenden Jahren arbeitete er als Schriftsteller und Leiter der Estradenagentur in Prag, danach als Drehbuchautor beim Tschechoslowakischen Film in Prag. Sein lyrisches, prosaisches und dramaturgisches Werk ist sehr umfangreich. In den dreißiger Jahren veröffentlichte er mehrere Gedichtbänder (Trnitá souhvězdí, Na břehu noci, Cesta k lidem usw.). In seinen späteren Bändern zeigt er seine Verbindung zum Leben und feiert die Schönheit der Natur.
Es ist schwer zu sagen, ob sein Schwerpunkt die Prosa oder das Drama war. Seine größten Erfolge feierte er mit seinen biographischen Romanen (Největší z Pierotů – die Hauptfigur ist ein französischer Mime tschechischen Ursprungs Jean-Baptiste Gaspard Deburau, Básník neumírá (über den portugiesischen Klassiker Luís de Camões), Josef Mánes, Fanfára pro krále, um nur die bekanntesten Werke zu nennen), aber auch Biographien (Rytíř smutné postavy (über Cervantes), J. A. Komenský usw.). Zahlreich sind auch seine Erzählungen für Erwachsene aber auch für Kinder. Oft begegnet man hier dem Thema Sport (z.B. Emil Zátopek, erste Skifahrer, Fahrradrennen u.Ä.). Kindern sind auch Gedichtbände und Erzählungen aus dem Schulmilieu gewidmet. Aus seiner dramaturgischen Tätigkeit sind einige Hörspiele, Filmdrehbücher, Libretti für Opern und Operetten und vor allem Theaterstücke für Jugendliche und Erwachsene bekannt.
Sein Buch Město šťastných lásek (Die Stadt der glücklichen Lieben) entstand im Schwimmbad in Luhacovice (http://www.luhacovice.cz).
Seine innige Beziehung zu Teltsch, die sich durch seine Familie ergab und sich in seiner lyrischen, prosaischen und dramaturgischen Arbeit zeigt, dürfen wir natürlich nicht übersehen. Er machte Teltsch und Umgebung zum Mittelpunkt mancher seiner Erzählungen (für Kinder „Vlajka vítězů“, „Prstýnek z vlasů“), Gedichtbände („Město vzpomínek“), Feuilletons und Radioreihen, aber auch Stadtführer, Texte zu Fotos und Gedichte, die später als Lieder vertont wurden. Seine bekannteste Erzählung „Jezerní růže“ (Seerose) erzählt die Geschichte vom Kennenlernen und der Liebe seiner Eltern in Teltsch. Auch seine historische Skizze und romantische Komödie „Město šťastných lásek“, die er dem teltscher Amateurtheater widmete, welches dieses Stück 1962 erstmals einstudierte und mehrmals im Schloss vorführte, darf nicht unerwähnt bleiben.
(Chronik des Amateurtheaters in Teltsch (Kronika ochotnického divadla v Telči – Eheleute Kouba); Vlček J.: František Kožík und seine literarischen Beziehungen zu Teltsch (František Kožík a jeho literární vztahy k Telči – Diplomarbeit 1966); persönliche Erinnerungen)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)










