Otokar Březina (Václav Jebavý)
Geboren am 13.9.1868 in Potschatek, gestorben am 25.3.1929 in Jarmeritz. Lehrer und bedeutender tschechischer Dichter.
Er war der Sohn von Ignác Jebavý, Schuster in Potschatek, und seiner dritten Frau Kateřina. Ab September 1883 besuchte er die Realschule in Teltsch und maturierte dort 1887. Er schrieb Couplets und Liedertexte, die Musik dazu komponierte sein Mitschüler und –bewohner František Bauer. Einige seiner ersten Werke wurden in den Zeitschriften „Orel“ und „Orlice“ veröffentlicht, die Emil Šolc herausgab.
Nach seinem Abitur nahm er seine erste Stelle als Lehrer in Jeneschau an. Dort traf er die Lehrerin und Theosophin Anna Pammrová, die seine spätere persönliche und künstlerische Entwicklung beeinflusste. Bis zu seinem Tod unterhielten sie einen regen Schriftverkehr, obwohl sie sich nie mehr getroffen haben. Am 30.11.1888 wechselte er als Lehrer nach Neureisch, wo er 11 Jahre verbrachte und nahezu sein komplettes dichterisches Werk schuf.
Die dritte Wirkungsstätte Březinas war Jarmeritz, wo er bis zu seiner Pensionierung 1925 in der Bürgerschule unterrichtete. In den Ferien kehrte er gerne zum Ort seines größten künstlerischen Schaffens zurück, in die Nähe von Neureisch ins Forsthaus in Kouty später zur St. Magdalena.
Teltsch besuchte er das letzte Mal im Jahr 1928, den versprochenen Besuch ein Jahr später konnte er nicht mehr realisieren. Seine Beerdigung wurde zu einer Huldigung der tschechischen Kultur für einen großen unsterblichen Dichter.
Für sein Werk erhielt Březina eine Reihe Auszeichnungen; 1913 wurde er zum schreibenden, 1923 zum ordentlichen Mitglied der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste ernannt, 1919 erhielt er das Ehrendoktorat der Philosophie der Karls-Universität in Prag. Das Angebot der Philosophie-Professur an der Brünner Universität 1921 lehnte er ab. In den Jahren 1921 und 1928 wurde er für den Nobelpreis nominiert.
1928 erhielt er den sogenannten Großen Staatspreis im Gesamtwert von 100.000 Kronen, den er dem Verein zur Unterstützung tschechischer Schriftsteller „Svatobor“ spendete.
BIBLIOGRAFIE
Tajemné dálky (Gedichte 1895)
Svítání na západě (Gedichte 1896)
Větry od pólů (Gedichte 1897)
Stavitelé chrámu (Gedichte 1899)
Ruce (Gedichte 1901)
Hudba pramenů (Essays 1903)
postum:
Skryté dějiny (Essays 1970, Verleger J. Zika)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
Er war der Sohn von Ignác Jebavý, Schuster in Potschatek, und seiner dritten Frau Kateřina. Ab September 1883 besuchte er die Realschule in Teltsch und maturierte dort 1887. Er schrieb Couplets und Liedertexte, die Musik dazu komponierte sein Mitschüler und –bewohner František Bauer. Einige seiner ersten Werke wurden in den Zeitschriften „Orel“ und „Orlice“ veröffentlicht, die Emil Šolc herausgab.
Nach seinem Abitur nahm er seine erste Stelle als Lehrer in Jeneschau an. Dort traf er die Lehrerin und Theosophin Anna Pammrová, die seine spätere persönliche und künstlerische Entwicklung beeinflusste. Bis zu seinem Tod unterhielten sie einen regen Schriftverkehr, obwohl sie sich nie mehr getroffen haben. Am 30.11.1888 wechselte er als Lehrer nach Neureisch, wo er 11 Jahre verbrachte und nahezu sein komplettes dichterisches Werk schuf.
Die dritte Wirkungsstätte Březinas war Jarmeritz, wo er bis zu seiner Pensionierung 1925 in der Bürgerschule unterrichtete. In den Ferien kehrte er gerne zum Ort seines größten künstlerischen Schaffens zurück, in die Nähe von Neureisch ins Forsthaus in Kouty später zur St. Magdalena.
Teltsch besuchte er das letzte Mal im Jahr 1928, den versprochenen Besuch ein Jahr später konnte er nicht mehr realisieren. Seine Beerdigung wurde zu einer Huldigung der tschechischen Kultur für einen großen unsterblichen Dichter.
Für sein Werk erhielt Březina eine Reihe Auszeichnungen; 1913 wurde er zum schreibenden, 1923 zum ordentlichen Mitglied der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste ernannt, 1919 erhielt er das Ehrendoktorat der Philosophie der Karls-Universität in Prag. Das Angebot der Philosophie-Professur an der Brünner Universität 1921 lehnte er ab. In den Jahren 1921 und 1928 wurde er für den Nobelpreis nominiert.
1928 erhielt er den sogenannten Großen Staatspreis im Gesamtwert von 100.000 Kronen, den er dem Verein zur Unterstützung tschechischer Schriftsteller „Svatobor“ spendete.
BIBLIOGRAFIE
Tajemné dálky (Gedichte 1895)
Svítání na západě (Gedichte 1896)
Větry od pólů (Gedichte 1897)
Stavitelé chrámu (Gedichte 1899)
Ruce (Gedichte 1901)
Hudba pramenů (Essays 1903)
postum:
Skryté dějiny (Essays 1970, Verleger J. Zika)
Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)
, UPRAVIL:
Jana Nováková (26.11.2012)










