Militärische meteorologische Station
Unter dieser Webadresse finden Sie im PDF-Format das Buch über die Geschichte des militärischen hydrometeorologischen Dienstes (tschechisch):
http://www.mocr.army.cz/assets/multimedia-a-knihovna/publikace/vojenska-historie/90-let-hydrometeorologicke-sluzby-acr.pdf
Die militärische meteorologische Station wurde auf dem Turm der Pfarrkirche St. Jakob am Platz des Zacharias von Hradetz im Jahr 1946 errichtet. Laut der Kopie einer Unterlage gehörte sie zur Einheit 8918 bzw. war sie diese Einheit selbst.
Unterschiedlich aufgezeichnete (Chronik der Wetterstation des Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts Kirchmyslau / Teltsch) und auch die erzählten (Zeitzeugen) Begründungen, über die Ankunft der Militär-Meteorologen in Teltsch, erzählen, dass sich um die Stationierung der damalige Kommandant des militärischen meteorologischen Dienstes für Mähren Offizier Ing. František Bohdan (Bauer), gebürtiger Teltscher und Absolvent des Teltscher Gymnasiums bemühte. Für seine historische Entscheidung (für die Stadt Teltsch) wurde ihm im Jahr 1999 der Preis der Stadt Teltsch verliehen. Nach dem Bericht eines hier dienenden Soldaten, versahen jeweils ca. fünf Soldaten ihren Dienst in den Räumen am Kirchturm, der als Beobachtungsposten fungierte. Sie wohnten in dem Haus Hradecká ONr. 6/7. Bis heute findet man am Geländer des Turmes die angeschweißten Halterungen der meteorologischen Messgeräte. Die Wetterhütte befand sich im Schlosspark.
Die Armee begann zusätzlich eine neue Station am Buzovy-Hügel in der Nähe der Stadt zu bauen, diese ist allerdings ca. 1954 in zivile Hände übergegangen und zwar zum Tschechischen Hydrometeorologischen Institut, wo sie sich bis heute befindet. Offiziell heißt diese Station Kirchmyslau (Kostelní Myslová), weil sich das Hauptobjekt am kirchmyslauer Grund befindet, allerdings befindet sich ein Teil des Areals inkl. Platzierung einiger Geräte am Grund der Stadt Teltsch. Daher wird diese Station manchmal als Wetterstation Teltsch angegeben. Zurzeit beispielsweise bei dem Online-Wetterdienst auf www.iDnes.cz.
Allein die Geschichte der meteorologischen Beobachtung in Teltsch würde genug Stoff für eine Fachstudie bieten, weil die Wettermessungen hier von den Jesuiten zur gleichen Zeit begonnen wurden wie im Prager Klementinum. Der erste tschechische Meteorologe, Jesuit Antonín Strnad, arbeitete in Prag wie am Jesuiteninternat in Teltsch. Übrigens hatte hier auch im Laufe des Zweiten Weltkriegs die Deutsche Wehrmacht eine Wetterstation. Dieses provisorische Objekt befand sich in Rovné pole und wurde nicht erhalten.
Die Station arbeitete seit ihrer Errichtung im Jahr 1946 bis Oktober 1947 unter der Schule des Wetterdienstes in Prag Kbely (Škola povětrnostní služby v Praze – Kbelích).
Seit Oktober 1947 bis zum Ende des Jahres 1952 war die Station der Wetterzentrale II in Brünn Špilberk (Povětrnostní ústředna II v Brně (Špilberk)) unterstellt, wo in dieser Zeit der gebürtige Teltscher Staabskommandant František Bohdan als führender Offizier tätig war. Ab 1. Jänner 1953 bis Ende des Jahres 1953 arbeitete sie unter dem Staatlichen meteorologischen Institut MNO (also war sie von 1946-1953 eine militärische Station mit militärischem Personal).
Am 1. Jänner 1954 wurde das Staatliche hydrometeorologische Institut gegründet, welches seine Tätigkeit als Teil der Zentralen Wasserverwaltung im Zuständigkeitsbereich des Ministerium der Wälder und Holzindustrie begann. An diesem Tag ging auch die Wetterstation Teltsch von MNO in die Obhut des neuen hydrometeorologischen Instituts über. Zugleich wurde auch das militärische Personal in ein neues Arbeitsverhältnis mit diesem Institut übernommen.
Ing. Miroslav Flajšman
Höherer Ministerialrat
Abteilung der Heeresgeografie und Hydrometeorologie des Verteidigungsministeriums Prag
Übersetzung Zdenka Weickmann
http://www.mocr.army.cz/assets/multimedia-a-knihovna/publikace/vojenska-historie/90-let-hydrometeorologicke-sluzby-acr.pdf
Die militärische meteorologische Station wurde auf dem Turm der Pfarrkirche St. Jakob am Platz des Zacharias von Hradetz im Jahr 1946 errichtet. Laut der Kopie einer Unterlage gehörte sie zur Einheit 8918 bzw. war sie diese Einheit selbst.
Unterschiedlich aufgezeichnete (Chronik der Wetterstation des Tschechischen Hydrometeorologischen Instituts Kirchmyslau / Teltsch) und auch die erzählten (Zeitzeugen) Begründungen, über die Ankunft der Militär-Meteorologen in Teltsch, erzählen, dass sich um die Stationierung der damalige Kommandant des militärischen meteorologischen Dienstes für Mähren Offizier Ing. František Bohdan (Bauer), gebürtiger Teltscher und Absolvent des Teltscher Gymnasiums bemühte. Für seine historische Entscheidung (für die Stadt Teltsch) wurde ihm im Jahr 1999 der Preis der Stadt Teltsch verliehen. Nach dem Bericht eines hier dienenden Soldaten, versahen jeweils ca. fünf Soldaten ihren Dienst in den Räumen am Kirchturm, der als Beobachtungsposten fungierte. Sie wohnten in dem Haus Hradecká ONr. 6/7. Bis heute findet man am Geländer des Turmes die angeschweißten Halterungen der meteorologischen Messgeräte. Die Wetterhütte befand sich im Schlosspark.
Die Armee begann zusätzlich eine neue Station am Buzovy-Hügel in der Nähe der Stadt zu bauen, diese ist allerdings ca. 1954 in zivile Hände übergegangen und zwar zum Tschechischen Hydrometeorologischen Institut, wo sie sich bis heute befindet. Offiziell heißt diese Station Kirchmyslau (Kostelní Myslová), weil sich das Hauptobjekt am kirchmyslauer Grund befindet, allerdings befindet sich ein Teil des Areals inkl. Platzierung einiger Geräte am Grund der Stadt Teltsch. Daher wird diese Station manchmal als Wetterstation Teltsch angegeben. Zurzeit beispielsweise bei dem Online-Wetterdienst auf www.iDnes.cz.
Allein die Geschichte der meteorologischen Beobachtung in Teltsch würde genug Stoff für eine Fachstudie bieten, weil die Wettermessungen hier von den Jesuiten zur gleichen Zeit begonnen wurden wie im Prager Klementinum. Der erste tschechische Meteorologe, Jesuit Antonín Strnad, arbeitete in Prag wie am Jesuiteninternat in Teltsch. Übrigens hatte hier auch im Laufe des Zweiten Weltkriegs die Deutsche Wehrmacht eine Wetterstation. Dieses provisorische Objekt befand sich in Rovné pole und wurde nicht erhalten.
Die Station arbeitete seit ihrer Errichtung im Jahr 1946 bis Oktober 1947 unter der Schule des Wetterdienstes in Prag Kbely (Škola povětrnostní služby v Praze – Kbelích).
Seit Oktober 1947 bis zum Ende des Jahres 1952 war die Station der Wetterzentrale II in Brünn Špilberk (Povětrnostní ústředna II v Brně (Špilberk)) unterstellt, wo in dieser Zeit der gebürtige Teltscher Staabskommandant František Bohdan als führender Offizier tätig war. Ab 1. Jänner 1953 bis Ende des Jahres 1953 arbeitete sie unter dem Staatlichen meteorologischen Institut MNO (also war sie von 1946-1953 eine militärische Station mit militärischem Personal).
Am 1. Jänner 1954 wurde das Staatliche hydrometeorologische Institut gegründet, welches seine Tätigkeit als Teil der Zentralen Wasserverwaltung im Zuständigkeitsbereich des Ministerium der Wälder und Holzindustrie begann. An diesem Tag ging auch die Wetterstation Teltsch von MNO in die Obhut des neuen hydrometeorologischen Instituts über. Zugleich wurde auch das militärische Personal in ein neues Arbeitsverhältnis mit diesem Institut übernommen.
Ing. Miroslav Flajšman
Höherer Ministerialrat
Abteilung der Heeresgeografie und Hydrometeorologie des Verteidigungsministeriums Prag
Übersetzung Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (31.05.2012)
, UPRAVIL:
Jana Nováková (13.09.2017)










