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Bohumil Krátký

Autor ernsthafter Bildzyklen, einer der bedeutendsten tschechischen bildenden Künstler.

Er studierte in den Jahren 1928-1932 an der Staatlichen grafischen Schule in Prag (Prof. J. Konůpek, J. Solar, J. Sejpka), 1933-1938 war er in der Druckerei Melantrich in Prag beschäftigt, 1938-1939 an der Akademie der bildenden Künste in Prag (Prof. W. Nowak), 1945-1947 an der Akademie der bildenden Künste in Prag (Spezialisierung als Grafiker - Prof. V. Pukl), 1947-1948 L’Ecole des Beaux – Arts in Paris (Stipendien-Aufenthalt), ab dem Jahr 1948 lebte und arbeitete er in Teltsch.

Er hatte eine Reihe Soloausstellungen und nahm an einigen Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland teil. Er erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen – vor allem in den Bereichen Kunst-Grafik und Exlibris. In der Nationalgalerie in Prag, der Mährischen Galerie in Brünn und in der Regionalgalerie Hochland in Iglau ist er mit seinen Kollektionen grafischer Blätter vertreten. Er war Mitglied der Tschechischen Vereinigung bildender Künstler und Grafiker Hollar (SČUG Hollar).

Einer der erfolgreichsten Meister der Lithographien, Illustrationen und Exlibris, Bohumil Krátký, wurde in Prag geboren, absolvierte die Staatliche grafische Schule und Akademie der bildenden Künste, die er nach dem 2. Weltkrieg beendete. Im Jahr 1948 studierte er an der l´Ecole des Beaux-Arts in Paris, die er erfolgreich abschloss. Von Anfang an kreierte er Illustrationen zur Poesie, nach dem Studium in Paris ließ er sich von der Landschaft inspirieren und sein Schaffen veränderte sich so im Laufe der Zeit zu neuen Formen. Als er Teltsch, den Geburtsort seiner Frau Marta, kennenlernte, zögerte er nicht sich hier für immer nieder zu lassen. Teltsch hat ihn verzaubert und wurde zum Thema seiner zahlreichen Bilder. Im In- und Ausland sind vor allem seine Grafiken bekannt, die man immer wieder bei unterschiedlichen Ausstellungen bewundern kann.

Sein Leben bestand allerdings nicht nur aus Erfolgen. Besonders schwere Jahre erlebte er nach 1968, als er sich für den Demokratisierungs-Prozess engagierte. Er wurde der Vorsitzende des Koordinationsausschuss der schaffenden Vereine im Bezirk Iglau, organisierte Protestaktionen gegen den Eintritt fremder Armeen in die Republik. Seine Werke wurden danach aus allen (Verkaufs-)Galerien entfernt, er durfte nicht mehr ausstellen und bekam keine öffentlichen Aufträge mehr.
Dennoch war Bohumil Krátký einer der bedeutendsten Schöpfer von Lithographien und Exlibris, die bei ihm von Privatpersonen bestellt wurden. In Teltsch besuchten ihn Experten und Sammler aus der ganzen Welt. Im Laufe seines Lebens erschuf er 471 Exlibris, eine Reihe Neujahrskarten, Buchillustrationen und Grafiken, die oft zusammenhängende Reihen bilden. Sein gesamtes Werk ist vom heißen Gefühl der Liebespoesie und Traumvorstellungen durchdrungen.

Meister Krátký stellte in zahlreichen böhmischen und mährischen Städten aus. Allerdings ist er auch über die Grenzen hinweg bekannt. Er stellte in Deutschland, Holland, England, Frankreich, Rumänien und auch in den USA, Indien und Japan aus. Er nahm an Wettbewerben teil und gewann z.B. 1981 den dritten Preis für Tiefdruck-Grafik bei der internationalen Exlibris-Ausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft in Mönchengladbach bzw. 1982 den ersten Preis für einen Exlibris-Zyklus bei der internationalen Exlibris-Ausstellung in Frederikshavn (Dänemark) und 1985 bei der internationalen Ausstellung „Berge und Sport“ im italienischen Bormio. Weitere Auszeichnungen bekam er von der Deutschen Exlibris Gesellschaft in den Jahren 1911 und 1993.

Der akademische Maler Bohumil Krátký bekam 1998 das Ehrenzeichen der Stadt Teltsch für sein Lebenswerk verliehen, welches er hauptsächlich in Teltsch schuf und bei dem ihm Teltsch als Hauptquelle der Inspiration diente.

Teilnahmen an regionalen, landesweiten und internationalen Kunstschauen und Ausstellungen für Grafik und Exlibris 1945–2003
(Prag, Brünn, Pressburg, Deutschbrod, Iglau, Kladno, Teltsch, Zlin); (Belgien – St. Niklaas; Weißrussland – Minsk; Frankreich – Paris d´Enghien; Indien – Bombay, Kalkutta, Madras, Neu-Delhi, Italien - Bormio, Pescara, Severin Mannelli, Japan – Sapporo, Takamatsu; Ungarn – Szeged, Deutschland – Berlin, Bayreuth, Deggendorf, Gütersloh, Frankfurt am Main, Kronach, Mönchengladbach, Nürnberg, Pforzheim, Reutlingen, Singen, Weimar, Wernigerode, Wiesbaden; Niederlanden – Helmond, Oostzaan; Polen – Marienburg; Österreich – Linz, St. Pölten; Rumänien - Klausenburg; Schweden - Huskvarna; Schweiz – Lugano, Groß Britannien - Oxford)

Preise und Auszeichnungen
1981 – 3. Preis – Internationaler Wettbewerb DEG, Mönchengladbach, Deutschland
1982 – Preis Ex aequo – Interexlibris, Frederikshavn, Dänemark
1983 – 5. Preis – Internationaler Wettbewerb Lucas Granach st., Kronach, Deutschland
1984 – Goldene Medaille – X. Internationale Bienale Exlibris, Marienburg, Polen
1985 – 1. Preis – internationale Ausstellung „Berge und Sport“, Bormio, Italien
1986 – Ehrenzeichen – V. Trienale Exlibris, Chrudim, Tschechoslowakei
1989 – 3. Preis – Exlibris-Wettbewerb DEG, Deggendorf, Deutschland
1991 – 2. Preis – Exlibris-Wettbewerb DEG, Gütersloh, Deutschland
1993 – 3. Preis – Exlibris-Wettbewerb DEG, Konstanz, Deutschland

Übersetzung: Zdenka Weickmann
VLOŽIL: Terezie Veselá (01.08.2012) , UPRAVIL: Jana Nováková (19.11.2012)