Die Spaziertrasse

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Stadt und Geschichte

„Mährisch Venedig“, „Die Perle der Hochebene“, „Seerose“, „Ein Gedicht aus Stein“, alle diese Vergleiche gehören zu Telč – einer sechstausend Einwohner zählenden Stadt an der Grenze von Böhmen und Mähren, einer Stadt, die Sie bestimmt durch ihre Schönheit überwältigen wird Telč erwuchs wahrscheinlich in der Mitte des 13. Jahrhunderts an der Kreuzung zweier Landeswege. Das Gründungsdatum der Stadt ist nicht bekannt, aber schon vom Beginn des 13. Jahrhunderts stammt die älteste Denkwürdigkeit der Stadt, der spätromanische Turm des Hl.Geistes. Im Jahre 1339 ging die Herrschaft Telč aus den königlichen Händen auf die Herren von Hradec über. Diese veränderten die Stadt Telč in eine mittelalterliche Wasserfeste, geschützt von Teichen, Wassergräben, Schanzen und Toren. Das Gepräge der Renaissance erhielt Telč durch Zacharias von Hradec (Neuhas), der bedeutendsten Persönlichkeit ihrer Geschichte. Die ursprüngliche gotische Burg wurde in einen imposanten Renaissance – Sitz verändert, mit bis heute erhaltenem reichhaltigen Interieur und mit einem herrlichen Arkadenhof. Die herbeigerufenen italienischen Künstler halfen die gotischen Behausungen in ansehnliche Häuser mit Giebeln und Arkaden zu verwandeln. Das endgültige Gepräge wurde in der Zeit der Geschlechter Slavata und Liechtenstein – Kastelkorn realisiert. Im 17. und 18. Jahrhundert siedelte in Telč der Jesuitenorden, der durch baulichen Aktivitäten ebenfalls zum heutigen Aussehen der Stadt beigetragen hat. Der historische Stadtkern von Telč wurde architektonisch abgeschlossen und der Neuaufbau im 19. Jahrhundert realisierte sich schon hinter seinen Grenzen.

Im 20. Jahrhundert entfaltete sich in der Stadt ein neues kulturelles und wirtschaftliches Leben. Telč lebte auf und wuchs. Innen aber zwischen den Teichen und den Toren behielt die Stadt ihr liebliches Antlitz der Zeit des Adels der Zacharias. Das ist auch der Grund, weshalb der historische Kern der Stadt im Jahre 1992 eingetragen wurde in das Verzeichnis des Weltkulturerbes UNESCO.

Spaziergang:
1. Ausgangspunkt – zentrale Parktplatz
2. Schlosspark und Glashaus
3. Schloss
4. Kirche des Hl. Jakob
5. Konvikt der Heiligen Engel
6. Jesuitenkolleg
7. Namen-Jesus Kirche
8. Jesuitengymnasium
9. Pfarrhaus
10. Rathaus
11. Haus Nr. 15
12. Stadtbefestigung
13. Oberes (Grosses) Tor
14. Heilig-Geist-Kirche
15. Haus Nr. 32
16. Haus Nr. 39
17. Mariensäule (Pestsäule)
18. Brunnen
19. Gruppe der Häuser Nr. 43, 44, 45
20. Haus Nr. 47
21. Haus Nr. 59
22. Haus Nr. 61
23. Haus Nr. 62
24. Haus Nr. 71
25. Interes (Kleines) Tor

Spaziergang durch den historischen Stadtkern, annähernde Länge etwa 2 Kilometer.
Stadt und Wasser

Das Umland von Telč ist ein Berglandgebiet mit höchsten Naturwerten und mit ausgezeichneter Qualität der Umwelt. In der Region haben sich seltene Pflanzen – und Tierarten erhalten, manche Teile haben einen Sonderstatus als Schutzgebiete oder geschützte Naturgebilde.

Die Landchaft in der Umgebung von Telč verzaubert den Besucher durch ihre schlichte Schönheit, ihr sanft gewelltes Relief, ihre Felsengebilde, ihre gefluteten ehemaligen Steinbrücke. Die ganze Gegend ist durchzogen von markierten Wegen für leidenschaftliche Wanderer.

Ihre Berühmtheimt verdankt die Stadt Telč der Schönheit des gut erhaltenen Hauptplatzes und des Schlosses, keine geringere Aufmerksamkeit verdient aber die Umgebung der Stadt. Eine reich gegliederte hügelige Landschaft mit kleinen Waldflächen, Feldrainen und Schutzgehölz, unzählige Teiche, kirchliche Architektur auf den Dorfplätzen und an Feldwegen, Denkmäler der ländlichen Baukultur, Natursehenswürdigkeiten und kleinere Kuriositäten bilden mit der Stadt eine einzigartige Komposition.

Die Existenz der drei Teichen Štěpnický, Ulický und Staroměstský scheint jahrhundertenlang die Bauentwicklung der Stadt beeinflusst zu haben. Der Štěpnický – und der Ulický – Teich umgeben den kulturell interessanten Stadtkern mit dem Schloss und dem Hauptplatz, und die Wege auf den Teichdämmen bestimmen die zwei Hauptzugänge zum Stadtzentrum. Von beiden Dämmen aus eröffnet sich berwältigender Blick auf die Parkanlagen an den Ufern. Von der Strasse „Na Baště“ aus, die sich auf dem Norddamm befindet, wird der Eindruck noch gesteigert, denn der Zaun und der undurchdringliche Schlosspark bilden einen angenehmen Kontrast zu der offenen Wasserfläche. Verbunden durch den Oberwasserkanal aus dem Ulický – Teich schliesst sich im Südosten der größte Teich an, der Staroměstský – Teich, dessen unterer Teil die Altstadt mit der Mutter – Gottes – Kirche umschließt. Diesel Bereich besitzt aber schon den Charakter eines bescheidenen historischen Dorfes und am östlichen bewaldeten Ufer dieser Teiche zeichnet sich der Übergang in die freie Landschaft ab.

Die Stadt Telč und ihre Wasser verknüpfte Geschichte

Wie mag wohl die hiesige Landschaft vor der dauerhaften Besiedlung ausgesehen haben? Überall erstreckten sich Wälder, bestehend vorwiegend aus Buchen. Tančen, in den niederen Lagen aus Eichen, auf den feuchten Plätzen aus Erlen, Weiden und Fichren. Weit und breit kein Haus, kein Teich, nur unten im Tal sprudelte ein kleines Bächlein. Im 9. Jahrhundert wäre man hier mitten im Wald gestanden und hätte nichts gesehen als Wald.

Der Raum Telč besteht aus den Katastern Telč und Studnice, zwei Drittel des Katasters nimmt heute Ackerboden ein, die Wasserflächen bilden 3% des Gebiets, Wälder nur 9,2% der Kataster – Gesamtfläche. Die Achse des Katasters wird vom Telčský potok / Telčer bach gebildet, der durch das System von zwölf Teichen fließt, Fünf davon, die größten, befinden sich auf dem Katastergebiet von Telč, in der Strömungsrichtung sind es: Roštejnský (über der Stadt), Štěpnický, Ulický und Staroměstský (direkt in der Stadt) und Rohozenský (unter der Stadt).

Der Wanderung:
um die Stadtteiche-štěpnický, Ulický, und Staroměstský

Ungefähre Länge 4 km.
1.Ausgangspunkt, Der Zentralparktplatz
2.Die Stadt Telč und ihre mit Wasser verknüpfte Geschichte
3.Die Funktion von Wasser im Leben der Stadt
4.Die Mühlen – die Veränderung der Dampfmühle in Telč
5.Die Teichwirtschaft
6.Die Wasserleitung in die Stadt Telč
7.Das Leben im Wasser und um das Wasser herum

Die Stadt Telč wurde im jahre 1992 in Santa Fe in Neumexiko zur Weltkulturdenkwürdigkeit erklärt.


Geschrieben von: IJ, 17.04.2008 v 13.39

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